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Gemeinsam den Verband voranbringen

Hier die Beschreibung des Bildes

Eine offene Arbeitsatmosphäre und die Arbeit in Gruppen prägten die Veranstaltungsreihe, die insgesamt großen Zuspruch fand. Foto: Sascha Pfeiler

Menschen für das ehrenamtliche Engagement im Verband zu gewinnen, die sich dauerhaft für die Belange und Interessen von Mitgliedern einsetzen, war in der Verbandsarbeit noch nie eine leichte Aufgabe. Heute stellt sie jedoch viele der ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und Mitstreiter vor Hürden, die oft unüberwindbar erscheinen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie beginnen mit der veränderten Altersstruktur und enden bei der Überlastung von ehrenamtlich Tätigen durch die unterschiedlichen und zahlreicher werdenden Aufgaben. Wie können die satzungsgemäßen Ziele, die die Grundlage dieser Aufgaben bilden, künftig mit Leben erfüllt und weiterentwickelt werden? Wie erhalten Ehrenamtliche in den ländlichen und oft strukturschwachen Gliederungen die Unterstützung, die sie so dringend benötigen? Und auf welche Weise können eigene Ideen und Projekte als gute Beispiele zugänglich gemacht werden?

Diese und andere Fragen standen im Vordergrund mehrerer Arbeitstagungen, die auf Einladung des SoVD-Bundesverbandes Ende März und Anfang April in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin stattfanden. Akteurinnen und Akteure waren neben Mitgliedern des Präsidiums sowie des Bundesvorstandes vor allem ehren- und hauptamtlich Tätige auf Landes- und Kreisebene der rechtlich nicht selbstständigen Gliederungen.

Anlass der Veranstaltungsreihe war u. a. die Aktualisierung zum „Anwendungserlass zur Abgabenordnung“ durch das Bundesministerium. Darin erläutern die Finanzbehörden ausführlich und umfangreich ihre Vorgaben zum Gemeinnützigkeitsrecht. In den letzten Jahren sind die Rahmenbedingungen zunehmend enger gefasst worden.

Gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet

„Wir können die strengeren Vorgaben als Motivation nutzen, um unsere zentralen Werte anzusehen, zu prüfen, ob sie noch zeitgemäß sind, und diese sogar weiterentwickeln“, machte Bundesgeschäftsführerin Stephanie Rinke die große Herausforderung deutlich. „Die Rückbesinnung und Fokussierung auf unsere Kernthemen kann dabei ein Schlüssel zur Stärkung unseres Verbandes sein.“

Im Forum und in kleinen Gruppen stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst die Ausgangssituationen in ihren Landes- und Kreisverbänden dar, zeigten Schwierigkeiten auf und erarbeiteten gemeinsam Lösungsansätze und Perspektiven. Dabei fand auch der enorme Unterstützungsbedarf der rechtlich nicht selbstständigen Landesverbände Gehör und Raum.

Unterstützung für mehr Sicherheit

Die Arbeitstagungen wurden von Dr. Ulrike Günther moderiert, die den selbstständigen Landesverband Niedersachsen seit Jahren beratend unterstützt. Pragmatische Hilfe für mehr Sicherheit im Tätigkeitsbericht erhielten die Teilnehmenden durch einen kurzen, erfrischenden Vortrag und entsprechende Handreichungen von Steuerberaterin Nadine Zimmermann (Schomerus und Partner).

Zahlreiche hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen des Bundesverbandes begleiteten gemeinsam mit der Bundesgeschäftsführerin die Tagungen. Es wurde vereinbart, den konstruktiven Austausch fortzuführen.

 

Satzungsziele leben und dokumentieren

Für gemeinnützige Verbände wie den SoVD gelten rechtliche Rahmenbedingungen in der täglichen Arbeit und der Darstellung der satzungsgemäß zu erfüllenden Ziele. Die Vorgaben betreffen den Tätigkeitsbericht und andere Berichtsformen – wie etwa Presseartikel in den örtlichen Medien oder in der Verbandszeitung.

In den Arbeitstagungen wurde deutlich: Oftmals werden unsere Ziele auch in den strukturschwachen Gliederungen – trotz erheblicher Schwierigkeiten und geringer personeller Ressourcen – vollumfänglich gelebt. So geht es bei der Wahrung der Gemeinnützigkeit unseres Verbandes manchmal „nur“ darum, sich der zentralen Aufgaben bewusst zu sein und diese entsprechend zu dokumentieren. Jeder Satzungszweck muss einmal in drei Jahren gelebt werden. Dazu gehört u.a. die Förderung der Bereiche:

Jugend- und Altenhilfe, z. B.:

Hausaufgabenhilfe, Lese- und Ausbildungspatenschaften (Bewerbungscheck), Kinderkulturtage, Fahr- und Besuchsdienste zu Ärzten und Behörden sowie bei Krankheit, Jubiläen und Geburtstagen, Einkaufshilfen, Begleitung zu kulturellen Veranstaltungen, Veranstaltungen zur Erhaltung der Gesundheit (auch Spielenachmittage), Senioren-Technikkurse, Gewaltprävention, „Wohlfühl“-Anrufe, Aktivitäten der SoVD-Jugend;

Wohlfahrtswesen, z. B.:

Sozial- und Lebensberatung, Selbsthilfegruppen, Unterstützung Frauenhäuser

persönliche Patenschaften, Daseinsvorsorge (z. B. Hospiz), Begegnungsstätten;

Hilfe für Kriegsopfer, z. B.:

etwa Kranzniederlegungen;

Gleichberechtigung, z. B.:

Teilnahme an oder Durchführung von Fortbildungen zu frauenpolitischen Themen,

Fachvortrag mit Frühstück, Unterstützung Pflegender, öffentliche Auftritte wie EPD

Unterschriften- und Spendenaktionen wie zur Mütterrente sowie

bürgerschaftliches Engagement, z. B.:

Gewinnung von Ehrenamtlichen und inklusive Projekte.

Zur Ausgabe 2017 der SoVD-Zeitung




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